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Moorschutz gelöchert

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Rundbrief 69, Oktober 2019

Einladung zur Generalversammlung des Grimselvereins 2019

16. November 2019 um 14:45
Trattoria Ristorante Bel Paese (früher Haslilodge, noch früher Hotel Kreuz...)
gleich neben dem Kino, Kirchgasse 11, 3860 Meiringen

Traktanden: 1.Wahl Stimmenzähler*in
2.Genehmigung Protokoll der GV 2018
3.Jahresbericht Präsident
4.Ausblick mit Diskussion der Vereinspolitik
5.Jahresrechnung & Revisionsbericht, Genehmigung
6.Festlegung Mitgliederbeiträge
Vorschlag Vorstand: unverändert lassen
7.Wahlen: Vorstand, Revisoren
8.Diverses

Die Versammlung wird umrahmt und begleitet von Musik von «scheen und gmietli».
Im Anschluss an die Generalversammlung werden wir Bilder zeigen von den Sommerveranstaltungen in der Trift, ein wenig berichten und Zeit haben, zu dorfen.

Falls zusätzliche Traktanden gewünscht werden, muss der Vorstand das bis 10 Tage vor der Versammlung wissen.
Wir wären um weitere Vorstandsmitglieder froh - wer Lust hat, kann sich gern melden


Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde

Seit dem Frühlings-Rundbrief ist nicht nur ein weiterer Rekordsommer über die Alpen gezogen. Auch in Sachen Grimsel und Trift hat sich einiges getan. Hier die Übersicht:

Grimsel

Im Mai hat das Berner Verwaltungsgericht sein Urteil zur Staumauererhöhung am Grimselsee veröffentlicht. Es ging dabei um die Interessenabwägung zwischen Energieproduktion auf der einen und dem Wert der einzigartigen Landschaft im BLN-Gebiet "Berner Hochalpen" auf der anderen Seite. Wie befürchtet wurde die gemeinsame Beschwerde der Umweltorganisationen abgelehnt. Das Verwaltungsgericht begründet seinen Entscheid hauptsächlich damit, dass die Landschaft erstens durch den bestehenden Grimselsee bereits beeinträchtigt sei (!) und zweitens bei einem Höherstau nicht wesentlich anders aussehen werde (!). Immerhin wird der Eingriff für die zahlreichen betroffenen Biotope (Arvenwald, Flachmoore, Gleschervorfeld) als "schwerwiegend" bezeichnet. Demgegenüber werden die Interessen der Energieproduktion aber höher bewertet, da die Energiestrategie 2050 einen Ausbau der Wasserkraft verlangt und die Grimsel einen Fünftel des noch möglichen Zubaus decken könnte.

Die meisten Umweltorganisationen haben dieses Urteil hingenommen und auf einen Weiterzug verzichtet. Der Vorstand des Grimselvereins hingegen hat beschlossen, unter Federführung von Greina Stiftung und Aqua Viva nochmals ans Bundesgericht zu gelangen. Dies im Wissen um allfällig hohe Gerichtskosten. Der Vorstand denkt, dass es auch im Sinn der Mitglieder ist, zur Rettung der Sunnig Aar und des Gletschervorfeldes den letzten juristischen Strohhalm zu ergreifen. Die von Rechtsanwalt Reto Nigg verfasste Beschwerde zückt noch einmal alle Register und widerlegt die Auffassungen des Verwaltungsgerichts auf eindrückliche Weise.

Im Übrigen sind diesen Sommer an der Grimsel die Baumaschinen aufgefahren. Die KWO haben mit dem Bau der Ersatzmauer für die Spitallammsperre begonnen. Vorläufig ohne Erhöhung!

Trift

Das Konzessionsgesuch für den Trift-Stausee wurde nach wie vor nicht im Grossen Rat behandelt. Einspracheverhandlungen haben auch keine stattgefunden und der Verwaltungsrat der KWO will sich ebenfalls noch zwei bis drei Jahre Zeit lassen, bis er entscheidet, ob das Projekt überhaupt realisiert werden soll.
Gleichwohl hat der Grosse Rat einer überparteilichen Motion zugestimmt, welche den Regierungsrat auffordert, via die BKW das Trift-Projekt voranzutreiben. Die Begeisterung für den Ausbau der Wasserkraft scheint von rechts bis links ungebremst gross. Deshalb hat der Grimselverein allen Mitgliedern des Grossen Rats einen Brief geschickt mit den wichtigsten Argumenten gegen das Trift-Projekt und mit den prachtvollen Postkartenbildern. Reaktionen kamen bis dato praktisch keine.

Während der Grosse Rat also voller Tatendrang ist, sind die BKW eher zögerlich. Obwohl der Bund 40% der Projektkosten finanzieren würde, fordern die BKW zusätzlich noch bessere Rahmenbedingungen auf Kantonsebene.

Da das Trift-Projekt juristisch kaum verhindert werden kann, sind andere Mittel gefragt. Aufgrund einer letztjährigen Tagung in Salecina hat sich das Triftkomitee gebildet, welches das Thema Trift breiter in die Öffentlichkeit bringen möchte. Zu diesem Zweck wurde im August das Sidelhornfeuer in die Trift verlegt und ein Trift-Camp organisiert. Rund 20 Leute schlugen für vier Tage am Triftsee ihre Zelte auf und protestierten gegen die Zerstörung dieser eindrücklichen, noch unberührten Landschaft. Die Medienarbeit war äusserst erfolgreich. "Tagesanzeiger" und "Bund" brachten Artikel auf der Frontseite, in denen namhafte PolitikerInnen einen Richtungswechsel des Bundes bei der Subventionierung der Wasserkraft forderten. Der Ärger KWO-naher Politiker war verständlicherweise gross.

Auf der neuen Webseite www.rettet-die-trift.ch sind Bilder des Camps zu sehen sowie ein schöner Audiobeitrag zum Feuer in den Alpen zu hören. Ebenfalls auf dieser Webseite befindet sich das Manifest "Rettet die Trift". Alle sind eingeladen, das Manifest direkt auf der Webseite zu unterzeichnen und weiterzuempfehlen.

Energiepolitik

Worauf wir immer hingewiesen haben, kommt langsam im Bundesamt für Energie BFE und in der Öffentlichkeit an: Die Zitrone Wasserkraft ist praktisch ausgepresst. Anfangs September hat das BFE mit einer Studie aufgezeigt, dass die in der Energiestrategie 2050 geplanten Ziele für den Ausbau der Wasserkraft nicht erreicht werden können und dass daher die Photovoltaik stärker vorangetrieben werden muss. Alleine für den Ersatz des Winterstroms aus den AKW bräuchte es 70 Anlagen in der Grösse des geplanten Triftprojektes. Als realistisch werden fünf bewertet (inkl. Trift und Grimsel), weniger realistisch fünf weitere (inkl. Greina). Die Tatsache, dass es neben Stauseen andere Speichermöglichkeiten für den Winter braucht und gibt, ist leider noch zu wenig bekannt. Solarenergie wird im Sommer immer mehr produziert werden als im Winter, was eine Speicherung als power-to-gas (Methan) und power-to-liquid (Methanol) nötig macht. Mit Methan kann im Winter gleichzeitig Strom produziert und geheizt werden. Fahrzeuge, bei denen Batteriebetrieb nicht möglich ist, können Methanol verwenden. Und warum soll nicht ein Teil davon in südlicheren Ländern produziert und dann importiert werden? Uran und die fossilen Brennstoffe werden ebenfalls importiert und niemand verschreit dies als "Importstrategie".

Gletscherwyb

Am 6. Juli sind wir zum Gletscherweib gepilgert, haben bei warmem Sonnenschein den schönen Weg gemacht, uns gefreut an der frischen, farbigen Blumenpracht, dem kleinen Sandsturm und dem Rauschen der jungen Aare. Der Gletscher ist inzwischen weit weg und von Jahr zu Jahr werden die Weiden, Zitterpappeln und Lärchen rund um unsere Steinfigur grösser. Priska Walss ist von einer Alphorn-Schülerin begleitet worden, es gab also auch Duette neben ihren fantastischen Soli. Wir haben Gebetsfahnen mit einem neuen Gedicht von Dres Urweider errichtet. Kinder und Jugendliche waren auch dabei und haben das neu geschmückte Gletscherweib geräuchert. Fritz Lauber, der zu Zeiten von Grimsel West der weitaus bestinformierte Journalist war und jeweils neben den KWO auch den Grimselverein zu Wort kommen liess, hat eine gute Ansprache gehalten mit Aussensicht und Rückblick über die vergangenen mehr als dreissig Jahre Schutzbemühungen an der Grimsel. Es war wie jedes Jahr ein guter Anlass - toll, dass wir fast immer Wetterglück haben und dass einige unbeirrbare Freundinnen und Freunde uns immer wieder begleiten. Merkt Euch das Datum für’s nächste Gletscherweib vor: 4. Juli 2020.
Und noch ein Hinweis: Sehr schön gestaltete Büchlein mit Fotos vom Gletscherweib und den bisherigen Gedichten können bestellt werden bei: .

Feuer in den Alpen

Am 10. August wurden in der Trift zwei Feuer entzündet. Ein grosses zwischen Windegghütte und Triftbrücke, ein kleineres hinten am See beim Trift-Camp. In seiner Rede beim grossen Feuer berichtete Dominik Siegrist von der ganz besonderen Stimmung hinten am Triftsee, wo er zwei Nächte unter grossem Sternenhimmel verbracht hatte. Er betonte, dass für die Energiewende keine weiteren Stauseen gebaut werden müssten, wenn auf Solarstrom und neue Technologien gesetzt werde: Energiewende und Landschaftsschutz sind vereinbar. Und während er sprach, lichtete sich wie von Zauberhand bewegt der Nebel, der Blick über den See wurde frei, die beiden Feuer grüssten sich...

Dank

Wir möchten uns bei allen Mitgliedern, die sich in irgendeiner Form an den Vereinsaktivitäten beteiligt haben, und bei allen Spenderinnen und Spendern herzlich bedanken. Ihr seid auch in Zukunft die Basis unseres Vereins!

Der Vorstand: Hans, Johannes, John, Katharina, Mäni, Nick, Thomas
(1.11.2019)








Film "Rettet die Trift"

Am "Feuer in den Alpen", das 2019 für einmal nicht auf dem Sidelhorn, sondern in der Trift durchgeführt wurde, ist ein Filmbeitrag erstellt worden. Dieser kann unter diesem Link angesehen werden

Startbild Rettet Die Trift


(24.10.2019)








Verwaltungsgerichtsurteil vom 21.Mai 2019

Das Verwaltungsgerichtsurteil vom 21.Mai 2019 ist unter diesem Link verfügbar.
(24.10.2019)








Argumente gegen die Konzessionserteilung für ein Kraftwerk in der Trift im Berner Oberland

1. Die Trift ist keine Einöde. Die Trift ist eine grossartige, praktisch unberührte Gebirgslandschaft. Sie umfasst wilde Bachläufe, Schluchten, Alpwiesen, schroffe Felsen, Wald, einen natürlichen See und ein frisches, dynamisches Gletschervorfeld. Sie ist den unmittelbar angrenzenden BLN-Gebieten "Berner Hochalpen" und "Rhonegletscher" ebenbürtig. Das Amt für Wasser und Abfall des Kantons Bern beurteilt in einem Fachbericht das Triftwasser als von "hohem Naturwert". Selbst der Umweltverträglichkeitsbericht des Trift-Projekts bezeichnet das betroffene Gebiet in vielerlei Hinsicht als einzigartig, schützens- und erhaltenswert.

2. Energiewende heisst nicht Opferung des Landschafts- und Biotopschutzes. Die Energiewende ist notwendig, weil die Schweiz aus den fossilen Energien und aus der Atomenergie aussteigen muss. Für die Deckung unseres zukünftigen Energiebedarfs brauchen wir aber keine neuen Stauseen, auch in der Trift nicht. Es gibt genügend alternative Möglichkeiten, erneuerbare Energie umweltfreundlich und günstig zu erzeugen. Insbesondere im Bereich der Photovoltaik hat die Schweiz enormes Ausbaupotenzial.

3. Wasserkraft ist in der Schweiz zu sehr grossen Teilen genutzt. Die wenigen verbliebenen Bäche und Flüsse, unberührten Täler und Gletschergebiete müssen erhalten bleiben. Der Beitrag des Trift-Projekts an die gesamte Stromproduktion in der Schweiz ist mit 0,25 Prozent unerheblich. Mit Photovoltaik kann diese Energiemenge ohne grössere Probleme auf Dachflächen im Siedlungsgebiet und entlang von Autobahnen erzeugt werden.

4. Für die Winterenergie ist das Trift-Projekt nicht notwendig. Im Winter kann mittels Photovoltaik an Wänden (Schallschutzmauern, Stützmauern, Gebäudefassaden etc.) genügend Strom erzeugt werden. Bezüglich Speichermöglichkeiten für Energie sind grosse technologische Entwicklungen im Gang (Power to Gas, neue Batterietechnik). Es wird in 10 bis 20 Jahren bessere (dezentrale) Speichermöglichkeiten geben als Stauseen.

5. Das Trift-Projekt verdreht die Prioritäten. Es kann nicht sein, dass eine unberührte Berglandschaft zerstört wird, obwohl es sinnvolle umweltverträgliche Alternativen der Energieerzeugung gibt. Zuerst müssen zukunftsgerichtete Energiesparmassnahmen umgesetzt und alle weniger landschaftsbelastenden Produktionsmöglichkeiten ausgeschöpft werden.

6. Das Trift-Projekt ist ökonomisch unsinnig. Photovoltaik wird immer günstiger. Mit dem Investitionsvolumen des Trift-Projekts lässt sich mittels neuer Photovoltaik-Anlagen doppelt so viel Strom erzeugen. Diese können auf Dachflächen von Wohn- und Gewerbebauten, entlang von Autobahnen und Bahnlinien erstellt werden.

Aus diesen Gründen und Überlegungen haben der Grimselverein und Aqua Viva Einsprache gegen das Konzessionsgesuch erhoben.

Der Grimselverein ersucht den Grossen Rat, die Konzession für das Kraftwerk Trift nicht zu erteilen.

Quellen:
  • "Alpenstrom", Themenheft Hochparterre, Nov. 2016, Verlag Hochparterre, Zürich
  • Studie "Photovoltaik als kostengünstigste Stromquelle...", Okt. 2018, auf www.energiestiftung.ch

(19.4.2019)










Wandervorschlag zum Gletschervorfeld Trift

Wegbeschreibung
  • Mit dem Zug bis Meiringen
  • Mit dem Postauto bis Haltestelle Gadmen/Fuhren.
  • Dem Wegweiser «Underi Trift, Windegghütte SAC» folgen:
    100m dem Strässli entlang abwärts Richtung Kraftwerkzentrale,
    dann rechts: 700m der alten Sustenstrasse entlang talauswärts.
  • Unmittelbar nach Überqueren eines Baches führt der Weg links hinauf Richtung Trift. Nach einem kleinen Weidetor links den Karrweg verlassen und den rot-weissen Markierungen folgen bis «Underi Trift» (Bergstation Triftbahn, ab Postautostation ca 2 Std).
  • Weiter Richtung Triftbrücke, ca. 1 Std 20 Min.
  • Nach der Hängebrücke noch ca 400m dem Hüttenweg folgen, absteigend (zwei Leitern, T4), durch eine Geröllflanke.
    Hier besteht Steinschlaggefahr: Abstand halten zwischen den einzelnen Personen!
  • Nach dem Überschreiten des Drosibachs beim Steinmannli den Weg nach rechts verlassen Richtung Triftsee, den Steinmannli folgen, dem See entlang südwärts bis zum Gletschervorfeld, weglos, T3, ca 1 Std 30 Min von der Brücke aus.
  • Gleicher Weg zurück.
  • Hinweis: Begehung auf eigene Verantwortung, der Grimselverein übernimmt keine Haftung.
Variante: zur Abkürzung der Wanderstrecke die Triftbahn der KWO AG benutzen.
Unbedingt im Voraus reservieren unter: https://www.grimselwelt.ch/bahnen/triftbahn

Landeskarte der Schweiz 1:25'000, Blatt 1210 - Innertkirchen
Übernachtungsgelegenheit: Windegghütte SAC 033 975 11 10

(7.4.2019)










Grimselverein-Skitour 22.-24.3.2019

Ein wettermässiges Traumwochenende lockte nicht nur den Grimselverein, sondern auch zahlreiche weitere SkitourengängerInnen in die Berge. Los ging’s am Freitag bei der Handegg. Auf verschlungenen Wegen stiegen wir hoch ins Bächlital. Die frühlingshafte Hitze drückte schwer auf die Beine, so dass wir nach einem Abstecher zu den Bächlisblatti alle ziemlich erschöpft in der Bächlitalhütte ankamen.
Am Samstag zogen wir weiter durch das Tal, über den Bächligletscher und hoch zur Oberen Bächlilicken. Nach einer kurzen Abfahrt ins Hiendertällti folgte der zweite Aufstieg zum Hubelhorn. Eine grossartige Aussicht erwartete uns, aber auch viele Leute, die kaum alle auf dem schmalen Gipfel Platz fanden.
Den Nachmittag verbrachten wir in der Gaulihütte mit angeregten Diskussionen über den aktuellen Stand an der Grimsel und in der Trift.
Am Sonntag dann der Abschluss mit dem Aufstieg zum Golegghorn und der langen, sulzigen Abfahrt zur Handegg.
Hinweis: zur Anzeige in hoher Auflösung Bilder anklicken

Skitour 2019. Bild: Nick Röllin
Skitour 2019. Bild: Nick Röllin
Skitour 2019. Bild: Nick Röllin
Skitour 2019. Bild: Kathrin von Steiger
(7.4.2019)










Melchior Anderegg bezieht Stellung

Auch Bergführerlegende Melchior Anderegg bezieht mit klaren Worten Stellung zum Triftprojekt...
Ein Bericht dazu findet sich in der Zeitung Berner Oberländer

Melchior Anderegg
Für Ansicht in Originalgrösse Bild anklicken (Bild zvg)


(17.8.2018)










Bilder von der Trift

Wir tragen hier einiges Bildmaterial zusammen von der Landschaft rund um den Triftsee. Es sind Bilder und ein Filmausschnitt (150 MByte): vom See selber, vom Gletscher oberhalb des Sees aus dem mächtig das Triftwasser hervorströmt und in den See fliesst und von der Schlucht unterhalb des Sees.
Die Bilder stammen mit freundlicher Genehmigung von Mary Leibundgut, Nick Röllin, Beat Teige und Thomas Benkeler. Die Bilder sind hier auch in hoher Auflösung verfügbar: darauf sieht man gut die gewaltige Kraft dieser Landschaft.
Von Mary Leibundgut gibt es auf der Website www.grimsel.ch weitere Bilder von der Trift.
Von Nick Röllin gibt es weitere Bilder auf Dropbox. Es lohnt sich vorbeizuschauen.
Hinweis: zur Anzeige in hoher Auflösung Bilder anklicken

Triftwasser fliesst in den Triftsee

Rückgang des Triftgletschers 1948 bis 2006. (Quelle: Projektunterlagen KWO)
Panoramafoto der Trift, aufgenommen am 27. August 2012 im Graaggi. In der rechten Bildhälfte ist die Windegghütte erkennbar. Für Ansicht in Originalgrösse: Bild anklicken (Bild Thomas Benkler)


(23.5.2018)










Widerstand an der Trift - Gebirgsschönheit erhalten

Der Grimselverein und Aqua Viva wehren sich mit einer Einsprache gegen das geplante Kraftwerk Trift im Berner Oberland. Die einzigartige Landschaft unterhalb des Triftgletschers würde durch den Bau unwiederbringlich zerstört - für eine schweizweit mickrige Steigerung der Energieproduktion von lediglich 0.2%. Für die beiden Organisationen ist klar: In diesem Fall ist das nationale Interesse, diese einmalige Hochgebirgslandschaft zu schützen, höher zu gewichten als die Energieproduktion.
(7.2.2018)

Medienmitteilung
Einsprache






Stellungnahme zum Triftprojekt der KWO

Der Präsident Hans Anderegg hat eine Stellungnahme zum Triftprojekt erarbeitet. Dieses kann unter http://www.grimselverein.ch/archiv/TriftNichtNötig.pdf eingesehen werden.
(18.6.2017)






Bundesgerichtsurteil 2017

Das Bundesgerichtsurteil vom 5.April 2017 kann auf der Homepage des Grimselvereins unter http://www.grimselverein.ch/archiv/bundesgerichtsurteil.pdf eingesehen werden.
(25.6.2017)










Gletschervorfeld. (Bild/Montage T. Rytz)



Moorschutz gelöchert: Erhöhung der Staumauern an der Grimsel aber vorerst nicht möglich!

Das Bundesgericht hat definitiv entschieden: Die Staumauererhöhung an der Grimsel ist in Bezug auf den Moorschutz nicht verfassungswidrig. Damit kann die Sunnig Aar vielleicht zerstört werden.

Der Grimselverein ist irritiert und sehr besorgt darüber, dass der verfassungsmässige Moorschutz an der Grimsel vom Bundesgericht in Lausanne nicht vollumfänglich bestätigt worden ist. Ein offensichtlich politisches Urteil, das ein schlechtes Licht auf die Verlässlichkeit der Justiz wirft; die Bundesrichter haben ohne offengelegten Plan anders entscheiden als alle fünf RichterInnen des Berner Verwaltungsgerichts und auch die eigene mehrjährige Praxis verlassen. Dieser Entscheid ist hoffentlich kein Signal, dass die letzten zwei Prozent der Moore in der Schweiz, die vom ursprünglichen Bestand noch erhalten geblieben sind, auch noch zerstört werden dürfen.

An der Grimsel können die einmalige Moorlandschaft Sunnig Aar, der Arvenwald und das Gletschervorfeld in ihrer ganzen Pracht momentan aber noch nicht den Profitinteressen des Kantons Bern und der Städte Bern, Basel und Zürich geopfert werden. Das Berner Verwaltungsgericht hatte die Staumauererhöhung nur unter dem Aspekt des Moorschutzes angeschaut. Daher geht der Fall zurück ans Berner Verwaltungsgericht, welches nun auch noch die weiteren Punkte der Beschwerde der Umweltverbände beurteilen muss. Eine Erhöhung ist erst möglich, wenn auch diese weiteren Punkte wie etwa die Zugehörigkeit zum BLN Inventar nicht für eine Annahme der Beschwerde ausreichen.

Unser Land würde die Energiewende auch ohne den vergrösserten Grimselsee schaffen. Die nun mögliche Mauererhöhung bringt nicht mehr Winterstrom als durch den Verzicht auf 1/16 aller Schweizer Elektroheizungen eingespart werden könnte. Die gleiche Menge Winterstrom könnte auch mit Solarenergie an Fassaden erzeugt werden. Es besteht also keine Not, weitere landschaftliche Kleinode zu zerstören.

Etwas Positives könnte der unverständliche Bundesgerichtsentscheid immerhin haben. Die Standesinitiative des Kantons Bern, welche den verfassungsrechtlichen Moorschutz für grosse Wasserkraftwerke aushebeln will, ist bloss wegen der Erhöhung der Staumauer an der Grimsel eingereicht worden. Falls sie der Kanton Bern jetzt nicht sowieso zurückzieht, kann sie nun vom eidgenössischen Parlament ruhig versenkt werden.

Kontakt: Hans Anderegg, Präsident Grimselverein
(7.4.2017)

Sunnig Aar. (Bild: Peter Anderegg)
Das Bundesgericht erlaubt die Zerstörung unter dem Aspekt des Moorschutzes (Bild: Peter Anderegg)