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Rundbrief 70, Mai 2020

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde

Wir planen unsere Sommerfreuden wie gewohnt, obwohl die Zeiten wegen der Corona-Pandemie ungewiss sind. Die Auseinandersetzungen um die Erhaltung unserer geliebten Landschaften Grimsel und Trift gehen weiter, unser Einsatz auch. Ob unsere Anlässe dann tatsächlich stattfinden können, werden wir kurzfristig entscheiden.
Infos erhaltet Ihr am Vortag des jeweiligen Anlasses (ab 18.00h) bei der zuständigen Auskunftsperson oder über die Webseite www.grimselverein.ch.

Gletscherweib: Sa, 4. Juli 2020
Wir wollen das Gletscherweib in der Unteraar auffrischen und neu schmücken. Um dorthin zu gelangen, durchwandern wir die prachtvolle Moorlandschaft am Grimselsee, den Arvenwald und einen Teil des Gletschervorfelds. Priska Walss wird uns wiederum mit ihren wunderbaren Alphornklängen beglücken.
Achtung: Aufgrund der Baustelle an der Spittellamm beginnt die Wanderung bei der Haltestelle Grimsel Sommerloch. Die Wanderzeit hin und zurück beträgt ca. 4 Stunden. Ausrüstung: Gute Schuhe, Sonnen-, Regen- und Kälteschutz, genügend Essen und Trinken.
Wer in der Lauteraarhütte übernachten will, soll bitte selber reservieren:
033 973 11 10, www.sac-zofingen.ch/huetten/lauteraarhuette/
Treffpunkt: Grimsel Sommerloch 10.06 h, Postauto Meiringen Bahnhof ab 09.25h.
Auskunft: Thomas Rytz, 031 382 33 53,

Sidelhorn: Sa, 8. August 2020
Das traditionelle Feuer soll dieses Jahr wieder auf dem Sidelhorn, hoch über dem Grimselpass, entzündet werden (siehe Faltblatt).
Auskunft: Susan Curty, 076 418 18 33

Protestvisite in der Trift: 15./16. August 2020

Bitte vormerken und zahlreich mitkommen!
Am Samstag wandern wir gemeinsam zur Hängebrücke in der Trift und protestieren sichtbar und hörbar gegen die geplante Staumauer. Nach Abend und Übernachtung in der Windegghütte unternehmen wir am Sonntag eine Exkursion dem Triftsee entlang zum jüngsten Teil des Gletschervorfelds und geniessen dort eine naturkundliche Führung.
Detailprogramm und nähere Informationen ab Frühsommer auf www.rettet-die-trift.ch oder bei Katharina von Steiger, (frühe Anmeldungen sind willkommen!). Auskunft: Katharina v. Steiger, 033 971 36 06

Wir hoffen sehr, Euch beim einen oder anderen Anlass anzutreffen.

Corona und Energiepolitik
Aus einem nicht sofort ersichtlichen Grund liefert Corona ein Argument für den Bau einer neuen Staumauer in der Trift und für die Erhöhung der beiden Staumauern an der Grimsel. Am 18. April sagte Frau Bundesrätin Sommaruga gemäss SDA der Zeitung "Le Temps": "Wir müssen unsere Abhängigkeit vom Ausland bei medizinischen Geräten und der Energie reduzieren". Sie fügte hinzu, dass die Schweiz "mehr denn je" die Produktion einheimischer erneuerbarer Energie stärken müsse (ob wohl das Corona-Virus aus Italien mit dem elektrischen Strom ins Tessin gekommen ist?). Dass zur Stärkung ein Ausbau der Photovoltaik dazugehört, freut uns natürlich. Weniger erfreulich ist die Absicht des Bundesrats, die Subventionen für Neu- und Ausbau grosser Wasserkraftwerke auf 100 Mio. Franken pro Jahr zu verdoppeln.

Grimsel – ein Hoffnungsschimmer
An der Grimsel tut sich etwas im Beschwerdeverfahren. Wir dachten, dass das Bundesgericht bald das letzte Urteil in der Sache fällen würde: Ist der Schutz eines BLN-Objekts wichtiger oder die Produktion von etwas zusätzlichem Winterstrom, der wohlgemerkt auch ohne Zerstörung der Natur produziert werden kann? Seit dem Herbst entspann sich aufgrund des von Mary Leibundgut verfassten Berichts jedoch ein reges Ping-Pong von Gutachten und Gegengutachten über den Wert und die Beurteilung des Gletschervorfelds Unteraar. Ein vom BAFU bestelltes Kurzgutachten kommt dabei zum Schluss, dass das Gletschervorfeld wegen seiner sehr grossen Schwemmebene durchaus in das nationale Inventar der Auengebiete gehört und deshalb "vorsorglichen" Schutz geniesst. Damit ist unser Einwand erhärtet, dass das Berner Verwaltungsgericht in seiner Interessenabwägung diesen Aspekt nicht gebührend gewichtet hat. Es könnte also eintreffen, dass das Bundesgericht den Ball noch einmal zurück an das Verwaltungsgericht spielt.
Es heisst weiter abwarten.

Trift – wo bleibt das Wunder?
Der Bundesrat hat nicht überraschend die Schutz- und Nutzungsplanung (SNP) "Oberes Gadmental" genehmigt. Diese entspricht dem – aus unserer Sicht schlechten – Deal zwischen den KWO und den mitwirkenden (Umwelt-)Organisationen und besagt, dass die Restwassermengen unterhalb der geplanten Staumauer Trift und der Fassung Steinwasser tiefer als das gesetzliche Minimum liegen dürfen. Als "Kompensation" sind absurde Verzichtserklärungen (Verzicht auf zusätzliche Wasserfassungen!) und fadenscheinige Renaturierungsmassnahmen vorgesehen. Unsere Stellungnahme dazu ist auf www.grimselverein.ch nachzulesen.
Gemäss Einschätzung unseres Juristen Michael Bütler wird der Grosse Rat das hängige Konzessionsgesuch wohl ohne vorgängige Einspracheverhandlungen traktandieren und – so wie die Stimmung im Grossen Rat aussieht – genehmigen.
Als Folge werden wir uns konkret über eine Beschwerde Gedanken machen müssen.

Mitgliederbeiträge
Die GV hat die Jahresbeiträge unverändert belassen:
Einzelmitglieder Fr. 20.- | Familien Fr. 50.- | Vereine und Gruppen Fr. 100.-.
Der Einzahlungsschein (Raiffeisenbank) liegt bei, bitte nur diese Bankverbindung benutzen.
In der Hoffnung auf einen schönen, freudvollen und kämpferischen Sommer
Der Vorstand: Hans, Johannes, John, Katharina, Mäni, Nick, Susan, Thomas
(3.6.2020)








Einordnung des Bundesratsbeschlusses zur Schutz- und Nutzungsplanung Oberes Gadmental

Wie den Medien zu entnehmen war, hat der Bundesrat am 20. März 2020 die vom Kanton Bern eingereichte Schutz- und Nutzungsplanung (SNP) für die Wasserkraftnutzung im oberen Gadmental genehmigt. Dieser Beschluss bildet formell eine der Voraussetzungen, dass der Regierungsrat dem Grossrat demnächst den entsprechenden Konzessionsentwurf zum Trift-Projekt der KWO unterbreiten kann. Die Planung sieht zum Zweck einer Mehrnutzung tiefere Mindestrestwassermengen als im Gewässerschutzgesetz festgelegt vor. Dank dieser verstärkten Gewässernutzung könnte das Kraftwerk jährlich 10 GWh mehr Energie produzieren (145 statt 135 GWh). Dies entspricht dem jährlichen Energieverbrauch von rund 2000 durchschnittlichen Haushalten.

Das Gewässerschutzgesetz schreibt vor, dass unterhalb von Wasserentnahmen für die Stromproduktion eine Mindestrestwassermenge verbleiben muss, welche die natürlichen Funktionen des Gewässers (z.B. Lebensraum für Pflanzen und Tiere, Strukturierung der Landschaft oder Speisung des Grundwassers) gewährleisten sollte. Je nach Bedeutung des Gewässers (z.B. für die Grundwasseranreicherung oder als Landschaftselement) müssen die Kantone diese Restwassermenge erhöhen. In Ausnahmefällen können sie Restwassermengen festlegen, die das gesetzliche Minimum unterschreiten, unter anderem eben aufgrund einer SNP. Dazu braucht es einen Nutzungsverzicht an anderen Gewässern und weitere ökologische Ersatzmassnahmen zum Ausgleich.

Das Trift-Projekt der KWO beinhaltet bekanntlich den Bau eines neuen Kraftwerks im oberen Gadmental mit einem künstlichen Stausee in der oberen Trift und mit zwei neuen Fassungen am Steinwasser und am Triftwasser. Bei beiden Fassungen ist vorgesehen, die gesetzlichen Restwassermengen im Sommerhalbjahr massiv zu unterschreiten. Als Ausgleich wollen die KWO künftig auf die Nutzung des oberen Wendenwassers, des Giglibachs und des Treichigrabens verzichten. Es ist zudem vorgesehen, einen Teil des Gadmer- und des Urbachwassers zu revitalisieren.

Aus Sicht des Grimselvereins kommt die Genehmigung der SNP nicht unerwartet, entspricht sie doch dem von den KWO unter Mitwirkung der grossen Umweltschutzorganisationen ausgehandelten Deal. Der Grimselverein und Aqua Viva hingegen erachten in ihrer Einsprache unter anderem die vorgesehene Unterschreitung der gesetzlich festgelegten Restwassermengen als grundsätzlich fragwürdig und inakzeptabel. Mit den vorgesehenen Mengen würden lebendige und einzigartige Gewässerlandschaften unterhalb des aufzustauenden Triftsees und im unteren Bereich des Steinwassers praktisch ab- und ruhiggestellt. Anstatt einer Erhöhung der Mindestrestwassermenge um 50%, wie es gemäss Umweltverträglichkeitsbericht aufgrund der Bedeutung eigentlich nötig wäre, soll die Restwassermenge um sage und schreibe bis zu zwei Drittel reduziert werden. Dies für eine Mehrproduktion von lediglich 7.5%.
Es gibt bereits mehrere Beispiele im Haslital, wo aufgrund von SNP unterhalb von Wasserkraftfassungen praktisch leere Bachtobel und Wasserfälle übrigbleiben (Alpbach, Reichenbach).

Die in der Schutz- und Nutzungsplanung vorgesehenen Ausgleichsmassnahmen entsprechen nicht einem ökologischen Gewinn und sind zu hoch bewertet. Die Verzichtsbekundungen betreffen ökologisch und landschaftlich wenig wertvolle Gewässer (Treichigraben) oder wenig schlüssige Nutzungsideen (Wendenwasser, Giglibach). Überdies scheint es ohnehin absurd, wenn Zerstörungen "ausgeglichen" werden dürfen mit dem Verzicht auf noch weitergehende Zerstörungen.
Mindestens zwei der drei vorgesehenen Revitalisierungen (Gadmerwasser Fuhren Mitte, Urbachwasser) betreffen Gewässerabschnitte, welche nach der kantonalen Revitalisierungsplanung sowieso innert 20 Jahren durch den Kanton zu revitalisieren sind. Sie können also nicht als Kompensation für neue Beeinträchtigungen herbeigezogen werden, insbesondere auch weil im kantonalen Renaturierungsfonds genügend Mittel vorhanden sind.

Der Grimselverein und Aqua Viva halten an ihrer Einsprache gegen das gesamte Trift-Projekt fest.

(5.4.2020)








Power to gas


Mit der Power to Gas Technologie kann im Sommer aus überschüssigem Solarstrom Methan produziert und komprimiert in Röhrenspeichern gelagert werden. Das Methan kann im Winter ins normale Gasnetz eingespeist werden und mittels WKK Strom plus Wärme erzeugen. Es gibt aber noch weitere Anwendungsformen der Power to Gas Technologie.

(17.4.2020)








Film "Rettet die Trift"

Am "Feuer in den Alpen", das 2019 für einmal nicht auf dem Sidelhorn, sondern in der Trift durchgeführt wurde, ist ein Filmbeitrag erstellt worden. Dieser kann unter diesem Link angesehen werden

Startbild Rettet Die Trift


(24.10.2019)








Verwaltungsgerichtsurteil vom 21.Mai 2019

Das Verwaltungsgerichtsurteil vom 21.Mai 2019 ist unter diesem Link verfügbar.
(24.10.2019)








Argumente gegen die Konzessionserteilung für ein Kraftwerk in der Trift im Berner Oberland

1. Die Trift ist keine Einöde. Die Trift ist eine grossartige, praktisch unberührte Gebirgslandschaft. Sie umfasst wilde Bachläufe, Schluchten, Alpwiesen, schroffe Felsen, Wald, einen natürlichen See und ein frisches, dynamisches Gletschervorfeld. Sie ist den unmittelbar angrenzenden BLN-Gebieten "Berner Hochalpen" und "Rhonegletscher" ebenbürtig. Das Amt für Wasser und Abfall des Kantons Bern beurteilt in einem Fachbericht das Triftwasser als von "hohem Naturwert". Selbst der Umweltverträglichkeitsbericht des Trift-Projekts bezeichnet das betroffene Gebiet in vielerlei Hinsicht als einzigartig, schützens- und erhaltenswert.

2. Energiewende heisst nicht Opferung des Landschafts- und Biotopschutzes. Die Energiewende ist notwendig, weil die Schweiz aus den fossilen Energien und aus der Atomenergie aussteigen muss. Für die Deckung unseres zukünftigen Energiebedarfs brauchen wir aber keine neuen Stauseen, auch in der Trift nicht. Es gibt genügend alternative Möglichkeiten, erneuerbare Energie umweltfreundlich und günstig zu erzeugen. Insbesondere im Bereich der Photovoltaik hat die Schweiz enormes Ausbaupotenzial.

3. Wasserkraft ist in der Schweiz zu sehr grossen Teilen genutzt. Die wenigen verbliebenen Bäche und Flüsse, unberührten Täler und Gletschergebiete müssen erhalten bleiben. Der Beitrag des Trift-Projekts an die gesamte Stromproduktion in der Schweiz ist mit 0,25 Prozent unerheblich. Mit Photovoltaik kann diese Energiemenge ohne grössere Probleme auf Dachflächen im Siedlungsgebiet und entlang von Autobahnen erzeugt werden.

4. Für die Winterenergie ist das Trift-Projekt nicht notwendig. Im Winter kann mittels Photovoltaik an Wänden (Schallschutzmauern, Stützmauern, Gebäudefassaden etc.) genügend Strom erzeugt werden. Bezüglich Speichermöglichkeiten für Energie sind grosse technologische Entwicklungen im Gang (Power to Gas, neue Batterietechnik). Es wird in 10 bis 20 Jahren bessere (dezentrale) Speichermöglichkeiten geben als Stauseen.

5. Das Trift-Projekt verdreht die Prioritäten. Es kann nicht sein, dass eine unberührte Berglandschaft zerstört wird, obwohl es sinnvolle umweltverträgliche Alternativen der Energieerzeugung gibt. Zuerst müssen zukunftsgerichtete Energiesparmassnahmen umgesetzt und alle weniger landschaftsbelastenden Produktionsmöglichkeiten ausgeschöpft werden.

6. Das Trift-Projekt ist ökonomisch unsinnig. Photovoltaik wird immer günstiger. Mit dem Investitionsvolumen des Trift-Projekts lässt sich mittels neuer Photovoltaik-Anlagen doppelt so viel Strom erzeugen. Diese können auf Dachflächen von Wohn- und Gewerbebauten, entlang von Autobahnen und Bahnlinien erstellt werden.

Aus diesen Gründen und Überlegungen haben der Grimselverein und Aqua Viva Einsprache gegen das Konzessionsgesuch erhoben.

Der Grimselverein ersucht den Grossen Rat, die Konzession für das Kraftwerk Trift nicht zu erteilen.

Quellen:
  • "Alpenstrom", Themenheft Hochparterre, Nov. 2016, Verlag Hochparterre, Zürich
  • Studie "Photovoltaik als kostengünstigste Stromquelle...", Okt. 2018, auf www.energiestiftung.ch

(19.4.2019)










Wandervorschlag zum Gletschervorfeld Trift

Wegbeschreibung
  • Mit dem Zug bis Meiringen
  • Mit dem Postauto bis Haltestelle Gadmen/Fuhren.
  • Dem Wegweiser «Underi Trift, Windegghütte SAC» folgen:
    100m dem Strässli entlang abwärts Richtung Kraftwerkzentrale,
    dann rechts: 700m der alten Sustenstrasse entlang talauswärts.
  • Unmittelbar nach Überqueren eines Baches führt der Weg links hinauf Richtung Trift. Nach einem kleinen Weidetor links den Karrweg verlassen und den rot-weissen Markierungen folgen bis «Underi Trift» (Bergstation Triftbahn, ab Postautostation ca 2 Std).
  • Weiter Richtung Triftbrücke, ca. 1 Std 20 Min.
  • Nach der Hängebrücke noch ca 400m dem Hüttenweg folgen, absteigend (zwei Leitern, T4), durch eine Geröllflanke.
    Hier besteht Steinschlaggefahr: Abstand halten zwischen den einzelnen Personen!
  • Nach dem Überschreiten des Drosibachs beim Steinmannli den Weg nach rechts verlassen Richtung Triftsee, den Steinmannli folgen, dem See entlang südwärts bis zum Gletschervorfeld, weglos, T3, ca 1 Std 30 Min von der Brücke aus.
  • Gleicher Weg zurück.
  • Hinweis: Begehung auf eigene Verantwortung, der Grimselverein übernimmt keine Haftung.
Variante: zur Abkürzung der Wanderstrecke die Triftbahn der KWO AG benutzen.
Unbedingt im Voraus reservieren unter: https://www.grimselwelt.ch/bahnen/triftbahn

Landeskarte der Schweiz 1:25'000, Blatt 1210 - Innertkirchen
Übernachtungsgelegenheit: Windegghütte SAC 033 975 11 10

(7.4.2019)










Grimselverein-Skitour 22.-24.3.2019

Ein wettermässiges Traumwochenende lockte nicht nur den Grimselverein, sondern auch zahlreiche weitere SkitourengängerInnen in die Berge. Los ging’s am Freitag bei der Handegg. Auf verschlungenen Wegen stiegen wir hoch ins Bächlital. Die frühlingshafte Hitze drückte schwer auf die Beine, so dass wir nach einem Abstecher zu den Bächlisblatti alle ziemlich erschöpft in der Bächlitalhütte ankamen.
Am Samstag zogen wir weiter durch das Tal, über den Bächligletscher und hoch zur Oberen Bächlilicken. Nach einer kurzen Abfahrt ins Hiendertällti folgte der zweite Aufstieg zum Hubelhorn. Eine grossartige Aussicht erwartete uns, aber auch viele Leute, die kaum alle auf dem schmalen Gipfel Platz fanden.
Den Nachmittag verbrachten wir in der Gaulihütte mit angeregten Diskussionen über den aktuellen Stand an der Grimsel und in der Trift.
Am Sonntag dann der Abschluss mit dem Aufstieg zum Golegghorn und der langen, sulzigen Abfahrt zur Handegg.
Hinweis: zur Anzeige in hoher Auflösung Bilder anklicken

Skitour 2019. Bild: Nick Röllin
Skitour 2019. Bild: Nick Röllin
Skitour 2019. Bild: Nick Röllin
Skitour 2019. Bild: Kathrin von Steiger
(7.4.2019)










Melchior Anderegg bezieht Stellung

Auch Bergführerlegende Melchior Anderegg bezieht mit klaren Worten Stellung zum Triftprojekt...
Ein Bericht dazu findet sich in der Zeitung Berner Oberländer

Melchior Anderegg
Für Ansicht in Originalgrösse Bild anklicken (Bild zvg)


(17.8.2018)










Bilder von der Trift

Wir tragen hier einiges Bildmaterial zusammen von der Landschaft rund um den Triftsee. Es sind Bilder und ein Filmausschnitt (150 MByte): vom See selber, vom Gletscher oberhalb des Sees aus dem mächtig das Triftwasser hervorströmt und in den See fliesst und von der Schlucht unterhalb des Sees.
Die Bilder stammen mit freundlicher Genehmigung von Mary Leibundgut, Nick Röllin, Beat Teige und Thomas Benkeler. Die Bilder sind hier auch in hoher Auflösung verfügbar: darauf sieht man gut die gewaltige Kraft dieser Landschaft.
Von Mary Leibundgut gibt es auf der Website www.grimsel.ch weitere Bilder von der Trift.
Von Nick Röllin gibt es weitere Bilder auf Dropbox. Es lohnt sich vorbeizuschauen.
Hinweis: zur Anzeige in hoher Auflösung Bilder anklicken

Triftwasser fliesst in den Triftsee

Rückgang des Triftgletschers 1948 bis 2006. (Quelle: Projektunterlagen KWO)
Panoramafoto der Trift, aufgenommen am 27. August 2012 im Graaggi. In der rechten Bildhälfte ist die Windegghütte erkennbar. Für Ansicht in Originalgrösse: Bild anklicken (Bild Thomas Benkler)


(23.5.2018)










Widerstand an der Trift - Gebirgsschönheit erhalten

Der Grimselverein und Aqua Viva wehren sich mit einer Einsprache gegen das geplante Kraftwerk Trift im Berner Oberland. Die einzigartige Landschaft unterhalb des Triftgletschers würde durch den Bau unwiederbringlich zerstört - für eine schweizweit mickrige Steigerung der Energieproduktion von lediglich 0.2%. Für die beiden Organisationen ist klar: In diesem Fall ist das nationale Interesse, diese einmalige Hochgebirgslandschaft zu schützen, höher zu gewichten als die Energieproduktion.
(7.2.2018)

Medienmitteilung
Einsprache






Stellungnahme zum Triftprojekt der KWO

Der Präsident Hans Anderegg hat eine Stellungnahme zum Triftprojekt erarbeitet. Dieses kann unter http://www.grimselverein.ch/archiv/TriftNichtNötig.pdf eingesehen werden.
(18.6.2017)






Bundesgerichtsurteil 2017

Das Bundesgerichtsurteil vom 5.April 2017 kann auf der Homepage des Grimselvereins unter http://www.grimselverein.ch/archiv/bundesgerichtsurteil.pdf eingesehen werden.
(25.6.2017)










Gletschervorfeld. (Bild/Montage T. Rytz)



Moorschutz gelöchert: Erhöhung der Staumauern an der Grimsel aber vorerst nicht möglich!

Das Bundesgericht hat definitiv entschieden: Die Staumauererhöhung an der Grimsel ist in Bezug auf den Moorschutz nicht verfassungswidrig. Damit kann die Sunnig Aar vielleicht zerstört werden.

Der Grimselverein ist irritiert und sehr besorgt darüber, dass der verfassungsmässige Moorschutz an der Grimsel vom Bundesgericht in Lausanne nicht vollumfänglich bestätigt worden ist. Ein offensichtlich politisches Urteil, das ein schlechtes Licht auf die Verlässlichkeit der Justiz wirft; die Bundesrichter haben ohne offengelegten Plan anders entscheiden als alle fünf RichterInnen des Berner Verwaltungsgerichts und auch die eigene mehrjährige Praxis verlassen. Dieser Entscheid ist hoffentlich kein Signal, dass die letzten zwei Prozent der Moore in der Schweiz, die vom ursprünglichen Bestand noch erhalten geblieben sind, auch noch zerstört werden dürfen.

An der Grimsel können die einmalige Moorlandschaft Sunnig Aar, der Arvenwald und das Gletschervorfeld in ihrer ganzen Pracht momentan aber noch nicht den Profitinteressen des Kantons Bern und der Städte Bern, Basel und Zürich geopfert werden. Das Berner Verwaltungsgericht hatte die Staumauererhöhung nur unter dem Aspekt des Moorschutzes angeschaut. Daher geht der Fall zurück ans Berner Verwaltungsgericht, welches nun auch noch die weiteren Punkte der Beschwerde der Umweltverbände beurteilen muss. Eine Erhöhung ist erst möglich, wenn auch diese weiteren Punkte wie etwa die Zugehörigkeit zum BLN Inventar nicht für eine Annahme der Beschwerde ausreichen.

Unser Land würde die Energiewende auch ohne den vergrösserten Grimselsee schaffen. Die nun mögliche Mauererhöhung bringt nicht mehr Winterstrom als durch den Verzicht auf 1/16 aller Schweizer Elektroheizungen eingespart werden könnte. Die gleiche Menge Winterstrom könnte auch mit Solarenergie an Fassaden erzeugt werden. Es besteht also keine Not, weitere landschaftliche Kleinode zu zerstören.

Etwas Positives könnte der unverständliche Bundesgerichtsentscheid immerhin haben. Die Standesinitiative des Kantons Bern, welche den verfassungsrechtlichen Moorschutz für grosse Wasserkraftwerke aushebeln will, ist bloss wegen der Erhöhung der Staumauer an der Grimsel eingereicht worden. Falls sie der Kanton Bern jetzt nicht sowieso zurückzieht, kann sie nun vom eidgenössischen Parlament ruhig versenkt werden.

Kontakt: Hans Anderegg, Präsident Grimselverein
(7.4.2017)

Sunnig Aar. (Bild: Peter Anderegg)
Das Bundesgericht erlaubt die Zerstörung unter dem Aspekt des Moorschutzes (Bild: Peter Anderegg)