Zur StartseiteDer VereinDie RundbriefeDie VeranstaltungenDer Vorstand


Aktuell

Rundbrief 68

Argumentarium Trift

Wandervorschlag Trift

Skitour 2019

... aber wir bauen nicht!

Bilder von der Trift

Einsprache gegen Triftprojekt

Stellungnahme zum Triftprojekt

Bundesgerichtsurteil 2017

Moorschutz gelöchert

Protokoll GV
Februar 2017


weitere Meldungen




Rundbrief 68, April 2019

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde

Seit unserer letzten Generalversammlung im alten und nun bald abgerissenen Adlersaal in Meiringen sind schon wieder 5 Monate vergangen. Zu unseren beiden Hauptthemen haben wir aber nicht viel Neues zu berichten.

Grimsel
Der Streitfall 'Staumauererhöhung' liegt schon seit 2 Jahren beim Bernischen Verwaltungsgericht zur Interessenabwägung zwischen Natur- und Landschaftsschutz im BLN-Gebiet einerseits und Strom¬pro¬duk¬tion andererseits. Gerade jetzt scheint sich aber etwas zu tun, schreibt uns Rechtsanwalt Nigg: In den nächsten Wochen ist mit einem Urteil zu rechnen. Dann ist ein Weiterzug ans Bundesgericht wahrscheinlich - von der KWO oder von uns - so dass voraussichtlich noch lange nicht abschliessend entschieden ist.

Unabhängig von einer allfälligen Staumauererhöhung ist die Sanierung oder vielmehr der Ersatz der 90-jährigen Staumauer Spitallamm. Die KWO bauen luftseitig, direkt vor die alte eine neue Staumauer. Sie haben die Baubewilligung dafür erhalten. Der Grimselverein hat dagegen nicht opponiert. Baubeginn ist schon in diesem Jahr und voraussichtlich 2025 soll die neue Mauer fertig sein. Die alte Mauer bleibt übrigens stehen und wird eingestaut. Die neue Staumauer hat die gleiche Kronenhöhe wie die alte, sie könnte aber erhöht werden, wenn die Vergrösserung des Grimselsees tatsächlich mal bewilligt werden sollte.

Trift
Das Konzessionsgesuch der KWO ist immer noch in Bearbeitung bei der Bernischen Verwaltung. Aufgrund der Einsprache von aqua viva und Grimselverein hat die KWO zuerst von sich aus gewisse Fragen erneut untersuchen lassen und dann hat das Amt für Wasser und Abfall noch verlangt, einige Widersprüche im Restwasserbericht zu bereinigen. Gegenwärtig ist das Konzessionsgesuch noch nicht in den (teilweise noch provisorischen) Sessionsprogrammen des Grossrats aufgeführt. Wir erwarten, vor der Beratung im Grossrat auch wieder Stellung nehmen zu können. Auch bei der Trift müssen wir uns auf eine langwierige Auseinandersetzung einstellen.

Im August 2018 hat l'art pour l'aar in der Trift einen Steinblock weiss angefärbt.

Steinblock im Staubereich des zukünftigen Sees (Bild: Martin Glauser) Bild: Martin Glauser
Mit dem Weissen eines rund 380 Tonnen schweren Steinblocks, der im Staubereich des zukünftigen Sees, also quasi in der Todeszone, liegt, soll der Blick für diese kraftvolle Naturlandschaft geöffnet und der Irritation über deren scheinbar "vernünftige" oder "notwendige" Zerstörung Ausdruck verschafft werden. Als Farbe wurde reines Kalkhydrat verwendet, das mit der Zeit abwittert.

www.lartpourlaar.ch
-> Weisser Block

Grimselverein-Skitour
An einem wettermässigen Traumwochenende im März nahmen elf GrimslerInnen an der dreitägigen Skitour teil. Von der Handegg ging's zur Bächlitalhütte, dann über das Hubelhorn zur Gaulihütte und schliesslich über das Golegghorn zurück in die Handegg. Gute Stimmung, spannende Diskussionen und der eine oder andere Jodel waren auch mit dabei.

Gletscherweib
Am Samstag, 6. Juli 2019 wollen wir das Gletscherweib in der Unteraar auffrischen und neu schmücken. Priska Walss wird uns wiederum mit ihren wunderbaren Alphornklängen beglücken. Und Fritz Lauber, ehemaliger Redaktor beim Bund und dem Grimselverein stets freundlich gesinnt, wird ein paar Worte sagen.
Treffpunkt: Grimsel Hospiz 1015, Postauto Meiringen Bahnhof ab 0925.
Die Wanderzeit hin und zurück beträgt ca. 4 Stunden. Ausrüstung: Gute Schuhe, Sonnen-, Regen- und Kälteschutz, genügend Essen und Trinken.
Wer in der Lauteraarhütte übernachten will, soll bitte selber reservieren: 033 973 11 10
Auskunft: Thomas Rytz, 078 812 09 55,

Feuer in den Alpen
Unser Feuer findet am Samstag, 10. August 2019 statt, dieses Jahr nicht auf dem Sidelhorn sondern in der schönen Trift. Wir hoffen auf gutes Wetter und viele TeilnehmerInnen. Das Feuern ist immer ein schönes Erlebnis.
Auskunft: Melchior Schiltknecht, 079 693 57 08,
Siehe beiliegendes Faltblatt.

Generalversammlung
Die Generalversammlung findet am Samstag, 16. November 2019 statt. Bitte vormerken.

Archiv Unser Archiv in Meiringen ist zu teuer, gemessen an seinem Nutzen. Wir haben zuerst nach einem günstigeren Raum gesucht und dann Kontakt mit dem Schweizerischen Sozialarchiv und mit dem Staatsarchiv des Kantons Bern aufgenommen. Nun haben wir uns entschieden, unser Archiv aufzulösen und die Dokumente dem Staatsarchiv zu schenken. Das Staatsarchiv nimmt sie gerne.
Das halten wir für eine gute Lösung: Das Staatsarchiv ordnet, bewertet, lagert und erschliesst die Dokumente professionell, unter Beachtung des Datenschutzes. Und der Grimselverein hat keine Archivkosten mehr.

EinlegerInnen, die nicht wollen, dass 'Ihre Dokumente' ins Staatsarchiv kommen, melden sich bitte möglichst bald beim Vorstand.

Schöne Fotobüchlein
Mary Leibundgut, Katharina v. Steiger und Andreas Urweider haben 2 wunderschöne Fotobüchlein gemacht: 'Grimsel' und 'Gletscherweib'. Sie kosten Fr. 20.- pro Büchlein (Selbstkostenpreis) und sind beim Grimselverein zu beziehen: Katharina v. Steiger, 033 971 36 06,

Mitgliederbeitrag
Diesem Rundbrief liegt ein Einzahlungsschein bei. Der Jahresbeitrag beträgt für Einzelmitglieder Fr. 20.-, für Familien Fr. 50.-, für Vereine und Gruppen Fr. 100.-. Für Aufrundungen danken wir herzlich. Der Grimselverein lebt von den Beiträgen und Spenden seiner Mitglieder.

Mit freundlichen Grüssen Vorstand Grimselverein
(12.5.2019)








Argumente gegen die Konzessionserteilung für ein Kraftwerk in der Trift im Berner Oberland

1. Die Trift ist keine Einöde. Die Trift ist eine grossartige, praktisch unberührte Gebirgslandschaft. Sie umfasst wilde Bachläufe, Schluchten, Alpwiesen, schroffe Felsen, Wald, einen natürlichen See und ein frisches, dynamisches Gletschervorfeld. Sie ist den unmittelbar angrenzenden BLN-Gebieten „Berner Hochalpen“ und „Rhonegletscher“ ebenbürtig. Das Amt für Wasser und Abfall des Kantons Bern beurteilt in einem Fachbericht das Triftwasser als von „hohem Naturwert“. Selbst der Umweltverträglichkeitsbericht des Trift-Projekts bezeichnet das betroffene Gebiet in vielerlei Hinsicht als einzigartig, schützens- und erhaltenswert.

2. Energiewende heisst nicht Opferung des Landschafts- und Biotopschutzes. Die Energiewende ist notwendig, weil die Schweiz aus den fossilen Energien und aus der Atomenergie aussteigen muss. Für die Deckung unseres zukünftigen Energiebedarfs brauchen wir aber keine neuen Stauseen, auch in der Trift nicht. Es gibt genügend alternative Möglichkeiten, erneuerbare Energie umweltfreundlich und günstig zu erzeugen. Insbesondere im Bereich der Photovoltaik hat die Schweiz enormes Ausbaupotenzial.

3. Wasserkraft ist in der Schweiz zu sehr grossen Teilen genutzt. Die wenigen verbliebenen Bäche und Flüsse, unberührten Täler und Gletschergebiete müssen erhalten bleiben. Der Beitrag des Trift-Projekts an die gesamte Stromproduktion in der Schweiz ist mit 0,25 Prozent unerheblich. Mit Photovoltaik kann diese Energiemenge ohne grössere Probleme auf Dachflächen im Siedlungsgebiet und entlang von Autobahnen erzeugt werden.

4. Für die Winterenergie ist das Trift-Projekt nicht notwendig. Im Winter kann mittels Photovoltaik an Wänden (Schallschutzmauern, Stützmauern, Gebäudefassaden etc.) genügend Strom erzeugt werden. Bezüglich Speichermöglichkeiten für Energie sind grosse technologische Entwicklungen im Gang (Power to Gas, neue Batterietechnik). Es wird in 10 bis 20 Jahren bessere (dezentrale) Speichermöglichkeiten geben als Stauseen.

5. Das Trift-Projekt verdreht die Prioritäten. Es kann nicht sein, dass eine unberührte Berglandschaft zerstört wird, obwohl es sinnvolle umweltverträgliche Alternativen der Energieerzeugung gibt. Zuerst müssen zukunftsgerichtete Energiesparmassnahmen umgesetzt und alle weniger landschaftsbelastenden Produktionsmöglichkeiten ausgeschöpft werden.

6. Das Trift-Projekt ist ökonomisch unsinnig. Photovoltaik wird immer günstiger. Mit dem Investitionsvolumen des Trift-Projekts lässt sich mittels neuer Photovoltaik-Anlagen doppelt so viel Strom erzeugen. Diese können auf Dachflächen von Wohn- und Gewerbebauten, entlang von Autobahnen und Bahnlinien erstellt werden.

Aus diesen Gründen und Überlegungen haben der Grimselverein und Aqua Viva Einsprache gegen das Konzessionsgesuch erhoben.

Der Grimselverein ersucht den Grossen Rat, die Konzession für das Kraftwerk Trift nicht zu erteilen.

Quellen:
  • "Alpenstrom", Themenheft Hochparterre, Nov. 2016, Verlag Hochparterre, Zürich
  • Studie „Photovoltaik als kostengünstigste Stromquelle...“, Okt. 2018, auf www.energiestiftung.ch

(19.4.2019)










Wandervorschlag zum Gletschervorfeld Trift

Wegbeschreibung
  • Mit dem Zug bis Meiringen
  • Mit dem Postauto bis Haltestelle Gadmen/Fuhren.
  • Dem Wegweiser «Underi Trift, Windegghütte SAC» folgen:
    100m dem Strässli entlang abwärts Richtung Kraftwerkzentrale,
    dann rechts: 700m der alten Sustenstrasse entlang talauswärts.
  • Unmittelbar nach Überqueren eines Baches führt der Weg links hinauf Richtung Trift. Nach einem kleinen Weidetor links den Karrweg verlassen und den rot-weissen Markierungen folgen bis «Underi Trift» (Bergstation Triftbahn, ab Postautostation ca 2 Std).
  • Weiter Richtung Triftbrücke, ca. 1 Std 20 Min.
  • Nach der Hängebrücke noch ca 400m dem Hüttenweg folgen, absteigend (zwei Leitern, T4), durch eine Geröllflanke.
    Hier besteht Steinschlaggefahr: Abstand halten zwischen den einzelnen Personen!
  • Nach dem Überschreiten des Drosibachs beim Steinmannli den Weg nach rechts verlassen Richtung Triftsee, den Steinmannli folgen, dem See entlang südwärts bis zum Gletschervorfeld, weglos, T3, ca 1 Std 30 Min von der Brücke aus.
  • Gleicher Weg zurück.
  • Hinweis: Begehung auf eigene Verantwortung, der Grimselverein übernimmt keine Haftung.
Variante: zur Abkürzung der Wanderstrecke die Triftbahn der KWO AG benutzen.
Unbedingt im Voraus reservieren unter: https://www.grimselwelt.ch/bahnen/triftbahn

Landeskarte der Schweiz 1:25'000, Blatt 1210 - Innertkirchen
Übernachtungsgelegenheit: Windegghütte SAC 033 975 11 10

(7.4.2019)










Grimselverein-Skitour 22.-24.3.2019

Ein wettermässiges Traumwochenende lockte nicht nur den Grimselverein, sondern auch zahlreiche weitere SkitourengängerInnen in die Berge. Los ging’s am Freitag bei der Handegg. Auf verschlungenen Wegen stiegen wir hoch ins Bächlital. Die frühlingshafte Hitze drückte schwer auf die Beine, so dass wir nach einem Abstecher zu den Bächlisblatti alle ziemlich erschöpft in der Bächlitalhütte ankamen.
Am Samstag zogen wir weiter durch das Tal, über den Bächligletscher und hoch zur Oberen Bächlilicken. Nach einer kurzen Abfahrt ins Hiendertällti folgte der zweite Aufstieg zum Hubelhorn. Eine grossartige Aussicht erwartete uns, aber auch viele Leute, die kaum alle auf dem schmalen Gipfel Platz fanden.
Den Nachmittag verbrachten wir in der Gaulihütte mit angeregten Diskussionen über den aktuellen Stand an der Grimsel und in der Trift.
Am Sonntag dann der Abschluss mit dem Aufstieg zum Golegghorn und der langen, sulzigen Abfahrt zur Handegg.
Hinweis: zur Anzeige in hoher Auflösung Bilder anklicken

Skitour 2019. Bild: Nick Röllin
Skitour 2019. Bild: Nick Röllin
Skitour 2019. Bild: Nick Röllin
Skitour 2019. Bild: Kathrin von Steiger
(7.4.2019)










Melchior Anderegg bezieht Stellung

Auch Bergführerlegende Melchior Anderegg bezieht mit klaren Worten Stellung zum Triftprojekt...
Ein Bericht dazu findet sich in der Zeitung Berner Oberländer

Melchior Anderegg
Für Ansicht in Originalgrösse Bild anklicken (Bild zvg)


(17.8.2018)










Bilder von der Trift

Wir tragen hier einiges Bildmaterial zusammen von der Landschaft rund um den Triftsee. Es sind Bilder und ein Filmausschnitt (150 MByte): vom See selber, vom Gletscher oberhalb des Sees aus dem mächtig das Triftwasser hervorströmt und in den See fliesst und von der Schlucht unterhalb des Sees.
Die Bilder stammen mit freundlicher Genehmigung von Mary Leibundgut, Nick Röllin, Beat Teige und Thomas Benkeler. Die Bilder sind hier auch in hoher Auflösung verfügbar: darauf sieht man gut die gewaltige Kraft dieser Landschaft.
Von Mary Leibundgut gibt es auf der Website www.grimsel.ch weitere Bilder von der Trift.
Von Nick Röllin gibt es weitere Bilder auf Dropbox. Es lohnt sich vorbeizuschauen.
Hinweis: zur Anzeige in hoher Auflösung Bilder anklicken

Triftwasser fliesst in den Triftsee

Rückgang des Triftgletschers 1948 bis 2006. (Quelle: Projektunterlagen KWO)
Panoramafoto der Trift, aufgenommen am 27. August 2012 im Graaggi. In der rechten Bildhälfte ist die Windegghütte erkennbar. Für Ansicht in Originalgrösse: Bild anklicken (Bild Thomas Benkler)


(23.5.2018)










Widerstand an der Trift – Gebirgsschönheit erhalten

Der Grimselverein und Aqua Viva wehren sich mit einer Einsprache gegen das geplante Kraftwerk Trift im Berner Oberland. Die einzigartige Landschaft unterhalb des Triftgletschers würde durch den Bau unwiederbringlich zerstört – für eine schweizweit mickrige Steigerung der Energieproduktion von lediglich 0.2%. Für die beiden Organisationen ist klar: In diesem Fall ist das nationale Interesse, diese einmalige Hochgebirgslandschaft zu schützen, höher zu gewichten als die Energieproduktion.
(7.2.2018)

Medienmitteilung
Einsprache






Stellungnahme zum Triftprojekt der KWO

Der Präsident Hans Anderegg hat eine Stellungnahme zum Triftprojekt erarbeitet. Dieses kann unter http://www.grimselverein.ch/archiv/TriftNichtNötig.pdf eingesehen werden.
(18.6.2017)






Bundesgerichtsurteil 2017

Das Bundesgerichtsurteil vom 5.April 2017 kann auf der Homepage des Grimselvereins unter http://www.grimselverein.ch/archiv/bundesgerichtsurteil.pdf eingesehen werden.
(25.6.2017)










Gletschervorfeld. (Bild/Montage T. Rytz)



Moorschutz gelöchert: Erhöhung der Staumauern an der Grimsel aber vorerst nicht möglich!

Das Bundesgericht hat definitiv entschieden: Die Staumauererhöhung an der Grimsel ist in Bezug auf den Moorschutz nicht verfassungswidrig. Damit kann die Sunnig Aar vielleicht zerstört werden.

Der Grimselverein ist irritiert und sehr besorgt darüber, dass der verfassungsmässige Moorschutz an der Grimsel vom Bundesgericht in Lausanne nicht vollumfänglich bestätigt worden ist. Ein offensichtlich politisches Urteil, das ein schlechtes Licht auf die Verlässlichkeit der Justiz wirft; die Bundesrichter haben ohne offengelegten Plan anders entscheiden als alle fünf RichterInnen des Berner Verwaltungsgerichts und auch die eigene mehrjährige Praxis verlassen. Dieser Entscheid ist hoffentlich kein Signal, dass die letzten zwei Prozent der Moore in der Schweiz, die vom ursprünglichen Bestand noch erhalten geblieben sind, auch noch zerstört werden dürfen.

An der Grimsel können die einmalige Moorlandschaft Sunnig Aar, der Arvenwald und das Gletschervorfeld in ihrer ganzen Pracht momentan aber noch nicht den Profitinteressen des Kantons Bern und der Städte Bern, Basel und Zürich geopfert werden. Das Berner Verwaltungsgericht hatte die Staumauererhöhung nur unter dem Aspekt des Moorschutzes angeschaut. Daher geht der Fall zurück ans Berner Verwaltungsgericht, welches nun auch noch die weiteren Punkte der Beschwerde der Umweltverbände beurteilen muss. Eine Erhöhung ist erst möglich, wenn auch diese weiteren Punkte wie etwa die Zugehörigkeit zum BLN Inventar nicht für eine Annahme der Beschwerde ausreichen.

Unser Land würde die Energiewende auch ohne den vergrösserten Grimselsee schaffen. Die nun mögliche Mauererhöhung bringt nicht mehr Winterstrom als durch den Verzicht auf 1/16 aller Schweizer Elektroheizungen eingespart werden könnte. Die gleiche Menge Winterstrom könnte auch mit Solarenergie an Fassaden erzeugt werden. Es besteht also keine Not, weitere landschaftliche Kleinode zu zerstören.

Etwas Positives könnte der unverständliche Bundesgerichtsentscheid immerhin haben. Die Standesinitiative des Kantons Bern, welche den verfassungsrechtlichen Moorschutz für grosse Wasserkraftwerke aushebeln will, ist bloss wegen der Erhöhung der Staumauer an der Grimsel eingereicht worden. Falls sie der Kanton Bern jetzt nicht sowieso zurückzieht, kann sie nun vom eidgenössischen Parlament ruhig versenkt werden.

Kontakt: Hans Anderegg, Präsident Grimselverein
(7.4.2017)

Sunnig Aar. (Bild: Peter Anderegg)
Das Bundesgericht erlaubt die Zerstörung unter dem Aspekt des Moorschutzes (Bild: Peter Anderegg)










Protokoll der ausserordentlichen Generalversammlung 2017

Das Protokoll der GV vom 4. Februar 2017 ist online. Protokoll anzeigen...