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... aber wir bauen nicht!

Bilder von der Trift

Skitour 2018

Rundbrief 66

Einsprache gegen Triftprojekt

Stellungnahme zum Triftprojekt

Bundesgerichtsurteil

Moorschutz gelöchert

Protokoll GV
Februar 2017


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Melchior Anderegg bezieht Stellung

Auch Bergführerlegende Melchior Anderegg bezieht mit klaren Worten Stellung zum Triftprojekt...
Ein Bericht dazu findet sich in der Zeitung Berner Oberländer

Melchior Anderegg
Für Ansicht in Originalgrösse Bild anklicken (Bild zvg)


(17.8.2018)










Bilder von der Trift

Wir tragen hier einiges Bildmaterial zusammen von der Landschaft rund um den Triftsee. Es sind Bilder und ein Filmausschnitt (150 MByte): vom See selber, vom Gletscher oberhalb des Sees aus dem mächtig das Triftwasser hervorströmt und in den See fliesst und von der Schlucht unterhalb des Sees.
Die Bilder stammen mit freundlicher Genehmigung von Mary Leibundgut, Nick Röllin, Beat Teige und Thomas Benkeler. Die Bilder sind hier auch in hoher Auflösung verfügbar: darauf sieht man gut die gewaltige Kraft dieser Landschaft.
Von Mary Leibundgut gibt es auf der Website www.grimsel.ch weitere Bilder von der Trift.
Von Nick Röllin gibt es weitere Bilder auf Dropbox: hier und hier. Es lohnt sich bei beiden vorbeizuschauen.
Hinweis: zur Anzeige in hoher Auflösung Bilder anklicken

Triftwasser fliesst in den Triftsee

Rückgang des Triftgletschers 1948 bis 2006. (Quelle: Projektunterlagen KWO)
Panoramafoto der Trift, aufgenommen am 27. August 2012 im Graaggi. In der rechten Bildhälfte ist die Windegghütte erkennbar. Für Ansicht in Originalgrösse: Bild anklicken (Bild Thomas Benkler)


(23.5.2018)










Skitour 2018

Grimselverein-Skitour 2018

Aufgrund des wechselhaften Wetters mussten wir unseren Plan der Durchquerung des Triftkessels von Ost nach West von Anfang an begraben. Dennoch starteten am Freitag acht hochmotovierte GrimslerInnen in Gadmen und stiegen bei schönstem Sonnenschein hoch Richtung Untertalstock. Auf einer spannenden Route, die aber geheim ist und auch hier nicht verraten werden soll. Kurz vor dem Gipfel war dann leider vorbei mit Sonne und wir mussten einen zügigen Abgang zum Hotel Steingletscher suchen. Der launige Schnee und die diffuse Sicht forderten einiges an skifahrerischem Tastsinn.
Im Hotel Steingletscher verbrachten wir einen ebenso gemütlichen wie angeregten Nachmittag.
An Samstag starteten wir bei zweifelhaftem Wetter Richtung Giglistock. Das Wandern durch die tiefverschneiten Ebenen des Steinsees und des Umpols hatte etwas Magisches. Weiter auf dem Steinlimigletscher mussten wir angesichts des einsetzenden Schneefalls und der angespannten Lawinensituation dann allerdings umkehren. Zurück ging’s zum Hotel Steingletscher und weiter nach Gadmen. Dabei stellten sich die fast vollständig zugeschneiten Strassentunnels als eigentliche Schlüsselstellen heraus, die wir nur mit vollstem Körpereinsatz knacken konnten.
Danke den umsichtigen Bergführern Aschi Rufibach und Dres Schild.

Bericht: Nick Röllin
(19.3.2018)










Rundbrief 66, März 2018

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde

Seit unserer Jubiläumsversammlung '30 Jahre Grimselverein' auf der schönen Engstlenalp im letzten Herbst ist schon wieder viel passiert. Und ganz aktuell: wir haben Eure Spenden nötig!

Grimsel
Nach dem schlimmen Bundesgerichtsentscheid zur Moorlandschaft an der Grimsel muss nun das Bernische Verwaltungsgericht die Interessen des Natur- und Landschaftsschutzes gegen die wirtschaftlichen Interessen der Stromproduktion abwägen. Es hat bis jetzt Stellungnahmen von mehreren Ämtern, von der KWO und von den Umweltverbänden (samt dem Grimselverein) eingeholt. Die Schlussbemerkungen unsres Anwalts Reto Nigg und die beigelegte Arbeit über das Gletschervorfeld in der Unteraar von Mary Leibundgut überzeugen und stimmen hoffnungsvoll.
Voraussichtlich tut sich das Verwaltungsgericht mit der Beurteilung schwer. Ein Entscheid ist nicht gerade in den nächsten Monaten zu erwarten. Und jedenfalls geht der Streit anschliessend wieder ans Bundesgericht. Es dauert also noch. Wir haben zum Glück Durchstehvermögen gelernt!

Trift
Im November 2017 hat die KWO für das Kraftwerk Trift ein Konzessionsgesuch eingereicht. Jetzt wurde das Projekt öffentlich aufgelegt. Wir haben zusammen mit Aqua Viva Einsprache erhoben. Verfasst hat die aufwendige, umfassende und sehr gute Einsprache Anwalt Michael Bütler, unter höchstem Zeitdruck. Abgeschickt hat er sie fristgerecht, zum letztmöglichen Zeitpunkt, am 5.2.18, um 22:30 auf der Zürcher Sihlpost. Danke für diese Parforce-Leistung. Mindestens ist damit dokumentiert, dass nicht alle Verbände sich vor den KWO-Karren spannen lassen.
Wir sind gespannt auf den weiteren Verlauf an der Trift. Die KWO lehnen die Teilnahme an von der Presse geplanten Diskussionen zum Projekt ab; bei der Staumauererhöhung an der Grimsel ist es seit bald einem Jahr nicht anders.
Eine Medienmitteilung und die Einsprache stehen auf unserer Homepage.


Auch dieses Jahr sind viele Anlässe vorgesehen.

Skitour
Die Grimselverein-Skitour findet vom 16. bis 18. März 2018 statt. Sie führt in die Trift. Anmeldungen sind noch möglich.
Auskunft und Anmeldung: Nick Röllin, 031 351 10 25,
Näheres auf unserer Homepage unter Veranstaltungen, Skitour, Weitere Informationen.

Podium zum Triftprojekt im Alpinen Museum Bern
Am 12. Juni 2018, 1200 - 1315 soll ein Podium zum Triftprojekt mit der KWO, dem WWF und dem Grimselverein im Alpinen Museum stattfinden. Die Grossräte sind eingeladen. Der Grossrat ist die Konzessionsbehörde. Allerdings sind Anlass und Termin noch nicht definitiv.
Auskunft: https://www.alpinesmuseum.ch/de/veranstaltungen oder Hans Anderegg, 079 394 37 71,

Gletscherweib
Um dieses Symbol des Widerstands aufzufrischen und neu zu schmücken, treffen wir uns am Samstag, 7. Juli 2018.
Die sagenhafte Alphornspielerin Priska Walss wird uns Musik machen, Antonia Eisenhut, Geschäftsführerin von Aqua Viva, wird ein paar Worte sagen.
Treffpunkt: Grimsel Hospiz 10:15, Postauto Meiringen Bahnhof ab 09:25.
Die Wanderzeit hin und zurück beträgt ca. 4 Stunden. Ausrüstung: Gute Schuhe, Sonnen-, Regen- und Kälteschutz, genügend Essen und Trinken.
Wer in der Lauteraarhütte übernachten will, soll bitte selber reservieren: 033 973 11 10 Auskunft: Thomas Rytz, 031 382 33 53,

Sidelhornfeuer
Das Feuern auf dem Sidelhorn, im Rahmen von FEUER IN DEN ALPEN, findet am Samstag, 11. August 2018 statt. Kommt in Scharen – das ist ein Höhepunkt im Vereinsjahr! Auskunft: Melchior Schiltknecht, 079 693 57 08,
Siehe beiliegendes Faltblatt.

L'art pour l'aar
Die noch aktiven KünsterInnen der Gruppe l'art pour l'aar treffen sich diesen Sommer mal in der Trift. Termin noch nicht festgelegt. Gäste sind bei dieser Wanderung willkommen.
Auskunft: Nick Röllin, 031 351 10 25,

Triftexkursion
Weil die vorgesehene Triftexkursion des Grimselvereins 2017 wegen Schlechtwetter abgesagt werden musste, soll am 21./22. September 2018 eine zweitägige, geführte Wanderung in die Trift stattfinden. Auskunft: Katharina v. Steiger, 033 971 36 06,

Energiewende: nachhaltig oder hinterhältig?
Der Grimselverein, zusammen mit CIPRA, Aqua Viva, der Wochenzeitung WoZ und weiteren veranstalten ein Stromseminar in Salecina, Maloja vom Do, 27. (ca. 1900 Uhr) bis So 30. September (ca. 1100 Uhr) 2018.
Themenschwerpunkte: Atomausstieg und Landschaftszerstörung durch Ausbau der Wasserkraft, Strommarktliberalisierung, Elektrifizierung des Individualverkehrs, Rohstoffe für Batterien … Mit bekannten ReferentInnen: Susan Boos, Bettina Dyttrich, Heini Glauser, Franziska Grossenbacher, Ruedi Rechsteiner.
Das Triftprojekt, wo die Wasserkraft einen Heiligenschein bekommen soll, wird prominent vertreten sein.
Auskunft: Katharina v. Steiger, 033 971 36 06, oder John Schmocker, 079 766 61 71 oder 031 311 85 30,

Generalversammlung
Die Generalversammlung findet am Samstag, 17. November 2018 statt. Bitte vormerken.

Archiv
Wir suchen einen neuen Archivraum in Meiringen. Vorschläge bitte an den Vorstand.

Jahresbeitrag
Diesem Rundbrief liegt ein Einzahlungsschein bei. Der Jahresbeitrag beträgt für Einzelmitglieder Fr. 20.-, für Familien Fr. 50.-, für Vereine und Gruppen Fr. 100.-. Darf gerne aufgerundet werden. Dem letzten Versand vom September 2017 war irrtümlich ein Einzahlungsschein beigelegt – bitte entschuldigt. Wir freuen uns, wenn Mitglieder, die ihren Jahresbeitrag 2018 damals schon bezahlt haben, nochmals spenden – wir sind finanziell ziemlich eng dran.


Mit freundlichen Grüssen Vorstand Grimselverein

(5.3.2018)




Widerstand an der Trift – Gebirgsschönheit erhalten

Der Grimselverein und Aqua Viva wehren sich mit einer Einsprache gegen das geplante Kraftwerk Trift im Berner Oberland. Die einzigartige Landschaft unterhalb des Triftgletschers würde durch den Bau unwiederbringlich zerstört – für eine schweizweit mickrige Steigerung der Energieproduktion von lediglich 0.2%. Für die beiden Organisationen ist klar: In diesem Fall ist das nationale Interesse, diese einmalige Hochgebirgslandschaft zu schützen, höher zu gewichten als die Energieproduktion.
(7.2.2018)

Medienmitteilung
Einsprache






Stellungnahme zum Triftprojekt der KWO

Der Präsident Hans Anderegg hat eine Stellungnahme zum Triftprojekt erarbeitet. Dieses kann unter http://www.grimselverein.ch/archiv/TriftNichtNötig.pdf eingesehen werden.
(18.6.2017)






Bundesgerichtsurteil

Das Bundesgerichtsurteil vom 5.April 2017 kann auf der Homepage des Grimselvereins unter http://www.grimselverein.ch/archiv/bundesgerichtsurteil.pdf eingesehen werden.
(25.6.2017)










Gletschervorfeld. (Bild/Montage T. Rytz)



Moorschutz gelöchert: Erhöhung der Staumauern an der Grimsel aber vorerst nicht möglich!

Das Bundesgericht hat definitiv entschieden: Die Staumauererhöhung an der Grimsel ist in Bezug auf den Moorschutz nicht verfassungswidrig. Damit kann die Sunnig Aar vielleicht zerstört werden.

Der Grimselverein ist irritiert und sehr besorgt darüber, dass der verfassungsmässige Moorschutz an der Grimsel vom Bundesgericht in Lausanne nicht vollumfänglich bestätigt worden ist. Ein offensichtlich politisches Urteil, das ein schlechtes Licht auf die Verlässlichkeit der Justiz wirft; die Bundesrichter haben ohne offengelegten Plan anders entscheiden als alle fünf RichterInnen des Berner Verwaltungsgerichts und auch die eigene mehrjährige Praxis verlassen. Dieser Entscheid ist hoffentlich kein Signal, dass die letzten zwei Prozent der Moore in der Schweiz, die vom ursprünglichen Bestand noch erhalten geblieben sind, auch noch zerstört werden dürfen.

An der Grimsel können die einmalige Moorlandschaft Sunnig Aar, der Arvenwald und das Gletschervorfeld in ihrer ganzen Pracht momentan aber noch nicht den Profitinteressen des Kantons Bern und der Städte Bern, Basel und Zürich geopfert werden. Das Berner Verwaltungsgericht hatte die Staumauererhöhung nur unter dem Aspekt des Moorschutzes angeschaut. Daher geht der Fall zurück ans Berner Verwaltungsgericht, welches nun auch noch die weiteren Punkte der Beschwerde der Umweltverbände beurteilen muss. Eine Erhöhung ist erst möglich, wenn auch diese weiteren Punkte wie etwa die Zugehörigkeit zum BLN Inventar nicht für eine Annahme der Beschwerde ausreichen.

Unser Land würde die Energiewende auch ohne den vergrösserten Grimselsee schaffen. Die nun mögliche Mauererhöhung bringt nicht mehr Winterstrom als durch den Verzicht auf 1/16 aller Schweizer Elektroheizungen eingespart werden könnte. Die gleiche Menge Winterstrom könnte auch mit Solarenergie an Fassaden erzeugt werden. Es besteht also keine Not, weitere landschaftliche Kleinode zu zerstören.

Etwas Positives könnte der unverständliche Bundesgerichtsentscheid immerhin haben. Die Standesinitiative des Kantons Bern, welche den verfassungsrechtlichen Moorschutz für grosse Wasserkraftwerke aushebeln will, ist bloss wegen der Erhöhung der Staumauer an der Grimsel eingereicht worden. Falls sie der Kanton Bern jetzt nicht sowieso zurückzieht, kann sie nun vom eidgenössischen Parlament ruhig versenkt werden.

Kontakt: Hans Anderegg, Präsident Grimselverein
(7.4.2017)

Sunnig Aar. (Bild: Peter Anderegg)
Das Bundesgericht erlaubt die Zerstörung unter dem Aspekt des Moorschutzes (Bild: Peter Anderegg)










Protokoll der ausserordentlichen Generalversammlung 2017

Das Protokoll der GV vom 4. Februar 2017 ist online. Protokoll anzeigen...